24-Stunden Störungshotline

07222 773-111

Nur für Störungen und Notfälle.
Keine Beratung.

Aktuelle Störung:

Zur Zeit liegen keine Störungen vor.

 

Aktuelle Pressemitteilungen

Herzstück im Kampf für sauberes Trinkwasser

(vom 07.07.2017)

Filteranlagen ziehen im Wasserwerk Rauental ein – Entfernung von PFC-Rückständen rückt in greifbare Nähe – Millioneninvest für Rastatts Zukunft

Ein Kran hebt einen Teil der neuen Riesleranlagen in den historischen Teil des Wasserwerks Rauental
Zentimeterarbeit am Haken: In den historischen Teil des Wasserwerks Rauental werden Riesleranlagen zur Entsäuerung des Rohwassers eingesetzt.

RASTATT. Ein weiterer Meilenstein ist erreicht beim Umbau des Wasserwerks Rauental der star.Energiewerke GmbH & Co. KG (star.Energiewerke): Am Dienstag (5. Juli) hob ein Baukran durch das geöffnete Dach des bestehenden Gebäudes eine Riesleranlage und zwei Aufhärtungsfilter an den vorgesehenen Platz im bestehenden Gebäude des Wasserwerks. Am Mittwoch (6. Juli) folgten vier Aktivkohlefilter in den neuen Anbau. Sie sind das Herzstück der zukünftigen Anlage zur Trinkwasseraufbereitung. In den Edelstahlkesseln mit einem Durchmesser von je drei Meter werden in Zukunft die Stoffe entfernt, die im Raum Rastatt/Baden-Baden die Trinkwasserversorgung gefährden: perfluorierte Chemikalien (PFC). „Ein entscheidender Schritt im Kampf für sauberes Trinkwasser ist jetzt greifbar“, sagt Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der star.Energiewerke zuversichtlich. Bei einer freiwilligen Volluntersuchung entdeckte der Rastatter Wasserversorger vor fünf Jahren die Verunreinigung mit PFC in einer Wasserfassung des Wasserwerks Rauental. Das Trinkwasser für Rastatt kommt deshalb aktuell überwiegend aus dem Hauptwasserwerk Ottersdorf. Voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres wird es wieder dauerhaft Unterstützung aus Rauental bekommen.

Handeln statt warten

Allein in die Filteranlagen und den Umbau des Wasserwerkes investiert das Unternehmen rund 3,1 Millionen Euro. Damit gehen die star.Energiewerke in Vorleistung. „Wir können nicht warten, bis die politische und juristische Konsequenzen aus dem Umweltskandal gezogen wurden – es geht schließlich um die Sicherheit unseres Trinkwassers“, sagt Olaf Kaspryk. Ihm ist die sichere Versorgung der Rastatter Bevölkerung mit dem Lebensmittel Nummer 1 das zentrale Anliegen. Dennoch setzt er alles daran, die öffentliche Hand in die Pflicht zunehmen. „Es kann nicht angehen, dass die Bürger und wir als kommunales Unternehmen für etwas bezahlen, das andere verursacht haben. Ich verstehe Daseinsvorsorge anders“, hält der Geschäftsführer fest.

Maßanfertigung für Rastatt

Die Aktivkohlefilter wurden für die Bedürfnisse in Rastatt entwickelt und ausgelegt. Eine extra angefertigte Vorrichtung macht es zum Beispiel möglich, das Filtermaterial automatisch abzusaugen und den Filter mit neuem Material zu bestücken. Beim Einheben in den Anbau des Wasserwerks bewies der Kranführer besonderes Geschick: Er hob die vier Filter, jeder sieben Meter hoch, über das bestehende Gebäude in die Filterhalle. Nach dem Einzug der neuen Technik geht es nun mit dem Anschließen der Anlagen weiter: Hydraulik, Kabel und Schieber werden in den nächsten Monaten angeschlossen und eingepasst.

Vom Rohwasser zum Trinkwasser

Damit die Aktivkohlefilter in Zukunft ihre Arbeit tun können, müssen auch andere Aggregate der Wasserwerktechnik umgebaut werden. Riesleranlage und Aufhärtungsfilter komplettieren die Anlage. Erstere ist für die Entsäuerung des Rohwassers zuständig: Sie entfernt überschüssige Kohlensäure. Im Aufhärtungsfilter wird die Wasserqualität weiter angepasst, indem der Härtegrad erhöht wird. Nach der Reinigung im Aktivkohlefilter wird das Trinkwasser dann im Reinwasserbehälter gespeichert, bis es ins Rohrnetz gepumpt wird. Im Zuge des Umbaus wird der bestehende Behälter mit einem Fassungsvermögen von 600 Kubikmeter um einen zweiten erweitert. Dieser fasst 550 Kubikmeter. Damit wird die Speicherkapazität des Werks fast verdoppelt auf über 1,1 Millionen Liter sauberes Trinkwasser.

Die vier neuen Edelstahlkessel in der neuen Filterhalle des Wasserwerks Rauental
Aufgereiht: Ein Schwerlastkran hat vier jeweils 4,8 t schwere Edelstahlkessel in die neue Filterhalle des Wasserwerks Rauental gesetzt. Sie dienen der PFC-Entfernung aus dem Trinkwasser.
Ein Kran hebt einen der Aufhärtungsfilter in die Filterhalle
Schwebeakt: Ein Aufhärtungsfilter nach dem anderen wird im Wasserwerk Rauental in Position gebracht - alles Maßnahmen zur Entfernung von perfluorierten Chemikalien aus dem Grundwasser.
zurück