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Trinkwasser

Rastatter Trinkwasser 

Wer ist betroffen und was können wir tun?

Zwei von drei Wasserwerken zur Trinkwasserversorgung in Rastatt wurden nach erhöhten Messwerten geschlossen. Die Rastatter Bevölkerung wurde seit Juli 2013 bis Februar 2018 komplett über das Wasserwerk Ottersdorf versorgt mit Unterstützung aus der Verbindungsleitung zum Wasserwerk Muggensturm der Stadtwerke Gaggenau, über die seit September 2016 Trinkwasser bei Bedarf zur Verfügung gestellt wurde.

Das Umweltbundesamt hat den Leitwert bei maximal 0,3 Mikrogramm pro Liter (µg/l) für die Summe aus PFOA und PFOS festgelegt : Diese Konzentration gilt bei lebenslanger Aufnahme als gesundheitlich unbedenklich, so das Umweltbundesamt und das Gesundheitsamt Rastatt. Die PFC-Konzentration im Rohwasser des Brunnens Rauental ist bis 12. August 2013 angestiegen und blieb vorerst konstant. Am 26. August 2013 lag der Wert (PFC-Summe) bei 0,287 Mikrogramm pro Liter und damit unterhalb des Leitwertes. Aufgrund der PFC-Konzentrationen, die im Rohwasser nachgewiesen wurden, wurde das Wasserwerk Rauental vorsorglich, nach dem Grundsatz der Minimierungspflicht, im Juli 2013 außer Betrieb genommen. Aktuell liegt der Leitwert bei 0,1 Mikrogramm pro Liter für die Summe aus PFOA und PFOS laut der neuen Bewertung vom PFC im Trinkwasser des Umweltbundesamtes (Januar 2017).

Im Rahmen des Maßnahmenpakets der star Energiewerke, wurde das Wasserwerk Rauental mit einer Aufbereitungsanlage (Aktivkohle)  für die PFC-Entfernung ertüchtigt. Die Umbauarbeiten haben in November 2016 begonnen und sind seit Mitte Februar 2018 abgeschlossen. Mit der neuen Aktivkohleanlage werden PFC aus dem Brunnenwasser entfernt. Nachdem das Rauentaler Wasserwerk mit Aktivkohlefiltern ertüchtigt wurde, die PFC zuverlässig aus dem Brunnenwasser filtern, wird seit Februar 2018 die Rastatter Bevölkerung über die beiden Wasserwerke Ottersdorf und Rauental mit Trinkwasser versorgt.

 

Wasserwerk Ottersdorf außen Wasserwerk Ottersdorf innen

Aber auch das Wasserwerk Ottersdorf, das jetzt Rastatt weitgehend mit Trinkwasser versorgt, könnte in Zukunft betroffen sein. Über 30 neue Grundwassermessstellen im Wasserschutzgebiet wurden geplant und abgeteuft, um in Zukunft weitere Aufschlüsse über die Ausbreitung der PFC-Fahne in den Randbereichen zur Verfügung haben zu können.

Nach den vorliegenden Erkenntnissen aus dem Grundwasser Monitoring im oberen GW-Leiter und den Grundwassermodellen ist unter worst-case-Bedingungen eine mögliche Beeinträchtigung des WW Ottersdorf nicht vor 4 Jahren (also 2020 – 2022) zu erkennen. Die star Energiewerke arbeite gerade an einem Machbarkeitsstudie hinsichtlich der möglichen Maßnahmen, die im Wasserwerk Ottersdorf in die Wege geleitet werden können wie z.B. den Aufbau eines neuen (PFC-unbelastet) Brunnens.

Aktuelle Versorgungssituation der Stadt Rastatt
Aktuelle Versorgungssituation der Stadt Rastatt

Aktuelle Wasserversorgung in Rastatt

Zwei von drei Wasserwerken zur Trinkwasserversorgung in Rastatt wurden nach erhöhten PFC-Messwerten in Juli 2013 ausser Betrieb genommen: WW Rauental und WW Niederbühl.

Da das Wasserwerk Rauental durch die dargestellte Belastung mit PFC aufgrund des Minimierungsgebotes seit Juli 2013 außer Betrieb genommen wurde, konnte dieses Wasserwerk auch in Zusammenarbeit mit dem Notwasserwerk in Niederbühl nicht mehr als Redundanz für die Trinkwasserversorgung der Stadt Rastatt herangezogen werden. Seitdem hat allein das Wasserwerk Ottersdorf die Stadt Rastatt mit Trinkwasser versorgt. Um eine Redundanz für die Trinkwasserversorgung in Rastatt erstellen zu können, wurde ein langfristiges Notversorgungskonzept zusammen mit Spezialisten erarbeitet und geplant. Das Ergebnis war eine Notversorgung durch die Stadtwerke Gaggenau (SWG), die mittels einer Trinkwasserleitung ab September 2016 zur Verfügung gestellt wurde. Somit wurde die Redundanz für das Wasserwerk Ottersdorf ab Herbst 2016 ermöglicht. Darüber hinaus, wurde das Wasserwerk in Rauental mit einer neuen Aktivkohle Anlage ertüchtigt, die die PFC aus dem Brunnenwasser entfernen kann. Die Umbauarbeiten starteten im November 2016 und waren in Februar 2018 fertig.  

Nach Beendigung der Umbaumaßnahmen wurde das Wasserwerk Rauental im Februar 2018 in Betrieb genommen: vier Aktivkohlefilter für die PFC-Entfernung aus dem Rohwasser wurden im Wasserwerk eingerichtet. Zurzeit sind nur 2 Aktivkohle-Filter im Betrieb mit einem gesamten Durchsatz von 125 m3/h.

 

 

 

Wasserwerk Ottersdorf

Wasserwerk Rauental

Notwasserwerk Niederbühl

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