Wasserwerke
Wir versorgen unsere Kunden mit Trinkwasser aus ortsnahen Wasserwerken. Die Förderbrunnen liegen geschützt in Waldgebieten und extensiv bewirtschafteten, landwirtschaftlichen Flächen. Die um das Versorgungsgebiet verteilten Brunnen nutzen das Grundwasser des Oberrheingrabens und haben vernachlässigbare Auswirkungen auf den Wasser- und Naturhaushalt. Die geförderte Wassermenge macht einen geringen Teil des sich laufend erneuernden Grundwassers aus.
Das Trinkwasser aus dem:
- Wasserwerk Ottersdorf
- Wasserwerk Niederbühl
- Wasserwerk Rauental
wird ohne künstliche Zusätze oder Chlorzugabe in das Versorgungsnetz eingespeist.
Wasserwerk Ottersdorf

Das Wasserwerk Ottersdorf garantiert seit 1977 die zukunftssichere Versorgung mit Trinkwasser. Das aus drei Brunnen geförderte Grundwasser enthält, geologisch bedingt, geringe Mengen Eisen und Mangan und ist nahezu sauerstofffrei. Wir bereiten das Wasser auf, um diese Stoffe zu entfernen.
Dazu wird das Rohwasser in einem Oxidator mit Luftsauerstoff vermischt. Der Luftsauerstoff bewirkt die Bildung von Eisen- und Manganflocken. In Sandfiltern werden diese Flocken zurückgehalten.
Das Wasserwerk Ottersdorf deckt rund 70 % des gesamten Rastatter Wasserbedarfs und versorgt die Zone 1.
- Inbetriebnahme: 23. März 1977
- Versorgungsgebiete: Kernstadt und Ortsteile Wintersdorf, Ottersdorf, Plittersdorf
- Wassergewinnung: 3 Brunnen (Brunnentiefe 36 - 55 m)
- Wasseraufbereitung: Filteranlage zur Entfernung von Eisen und Mangan
- Wasserspeicherung: Stahlbetonbehälter mit 2 Wasserkammern, V = 2 x 2100 m3
- Wasserabgabe: 4 Netzpumpen
- Netzstromversorgung: 2 Notstromaggregate mit Dieselmotoren
Wasserwerk Rauental

Das älteste Rastatter Wasserwerk ist seit über 100 Jahren in Betrieb. Bis 1952 hat das Wasserwerk den gesamten Wasserbedarf der Stadt gedeckt.
Die überschüssige Kohlensäure des Brunnenwassers wird durch die Zugabe von Kalkwasser gebunden. Die Wasserhärte erhöht sich dabei von 7 Grad auf 11 Grad Deutsche Härte (°dH).
Das Wasserwerk deckt den Bedarf der Versorgungszone 2 zu 100 %.
- Inbetriebnahme: 1. Januar 1902
- Versorgungsgebiete: Stadtteil Rauental und Industriegebiet Lochfeld
- Wassergewinnung: Schachtbrunnen (Brunnentiefe 16,7 m)
- Wasseraufbereitung: Bindung der überschüssigen Kohlensäure durch Kalkhydrat, Erhöhung der Wasserhärte von 7 auf 11° dH
- Wasserspeicherung: Stahlbetonbehälter ( V = 600 m3)
- Wasserabgabe: 3 Netzpumpen
- Netzstromversorgung: 1 Notstromaggregat mit Erdgasmotor
Wasserwerk Niederbühl

Die von den star.Energiewerken reaktivierten Wasserkraftanlagen Niederbühl und Josefstraße sind Laufwasserkraftwerke, die die Bewegungsenergie des Gewerbekanals nutzen. Diese Wasserkraftanlagen werden vollautomatisch und fernüberwacht betrieben. Ihre Stromerzeugung ist von der Stauhöhe, der Höhe des Wasserspiegels vor und nach dem Kraftwerk und dem Wasserdurchfluss abhängig. Die Stauhöhe wird durch Regeleinrichtungen konstant gehalten, die Durchflussmenge schwankt jahreszeitlich in Abhängigkeit der Wasserführung der Murg. Entsprechend dieser Gegebenheiten variiert die jährliche Stromproduktion der Wasserkraftwerke.
Die Ausleitung des Murgwassers in den Gewerbekanal erfolgt am Oberndorfer Wehr. Dieses Einlassbauwerk sichert auch die Mindestwasserführung der Murg und verhindert eine Beeinträchtigung der in der Murg lebenden Fische und Gewässerorganismen.
- Inbetriebnahme: 1. Juni 1954
- Versorgungsgebiete: Kernstadt und Ortsteil Niederbühl
- Wassergewinnung: 1 Brunnen (Brunnentiefe 20 m, Filterdurchmesser 1,0 m), 2 Unterwasserpumpen Q = 120/180 m3/h, p = 5 bar




