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Trinkwasser

Rastatter Trinkwasser 

star.Energiewerke erstatten Strafanzeige

(vom 12.09.2013)

Die star.Energiewerke GmbH & Co KG (star.Energiewerke), Trinkwasserversorger für Rastatt, hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. "Wir haben im Juli perfluorierte Chemikalien – sogenannte PFC – im Rohwasser unseres Wasserwerks Rauental gefunden und dies vorsorglich außer Betrieb genommen.

Jetzt ist auch das Grundwasser rund um unser Reserve-Wasserwerk Niederbühl mit PFC belastet – und dies deutlich höher als das Rohwasser in Rauental", erklärt Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der star.Energiewerke diesen Schritt und fügt hinzu: "Der Verursacher muss gefunden werden, denn auch im Trinkwasser des Wasserversorgungsverbands Vorderes Murgtal sind inzwischen erhöhte Konzentrationen von PFC nachgewiesen worden." Dieser Verband hat nach Bekanntwerden der Belastung in Rauental ebenfalls Messstellen in seinen Wasserfassungen eingerichtet. Das hat dazu geführt, dass die star.Energiewerke jetzt Strafanzeige gegen unbekannt erstattet haben. Dieser Schritt ist in enger Abstimmung mit dem Oberbürgermeister der Stadt Rastatt, Hans Jürgen Pütsch, und dem Gesundheitsamt erfolgt.

Die Rastatter Bevölkerung wird seit Ende Juli durch Umleitungen über das Wasserwerk Ottersdorf mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt.

PFC-Werte in Rauental gesunken

Das Umweltbundesamt hat für PFC einen Leitwert von maximal 0,3 Mikrogramm pro Liter festgelegt: Diese Konzentration gilt bei lebenslanger Aufnahme als gesundheitlich unbedenklich. Auch das Gesundheitsamt Rastatt ist dieser Auffassung. Die Konzentration im Rohwasser des Brunnens Rauental ist bis 12. August angestiegen und sinkt seither. Am 26. August lag der Wert bei 0,287 Mikrogramm pro Liter. Von daher könnten die star.Energiewerke das Wasserwerk wieder in Betrieb nehmen. Sie ziehen jedoch weiterhin die Ersatzversorgung aus Ottersdorf vor, bis die Ursache klar ist und die Werte weiter gesunken sind.

Die Untersuchung auf PFC ist nach der Trinkwasserverordnung nicht vorgeschrieben. Dass die star.Energiewerke die perfluorierten Chemikalien im Grundwasser dennoch entdeckt haben, geht auf eine freiwillige Vollanalyse im Jahr 2012 zurück. Diese diente als Basis für die Planung von Projekten. Da PFC ab einer gewissen Konzentration problematisch sein kann, messen die star.Energiewerke seither die PFC-Konzentration in ihren Wasserfassungen regelmäßig Sie haben auch die umliegenden Wasserwerke über die PFC-Belastung informiert.

Grundwassersimulation soll helfen

Woher das PFC in den Wasserfassungen der Wasserwerke Rauental und Niederbühl der star.Energiewerke sowie im Trinkwasser des Wasserversorgungsverbands Vorderes Murgtal kommt, ist noch unbekannt. PFC werden beispielsweise zu wasser- und fettabweisenden Oberflächen von Teppichen, Pfannen und Outdoor-Bekleidung verwendet. Auch in vielen Löschschäumen ist PFC enthalten. Um den Verursacher zu lokalisieren, haben die star.Energiewerke schon vor Wochen das Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe mit ihrem Wissen eingeschaltet. Auch ein Grundwassersimulationsmodell der Stadtwerke Karlsruhe soll helfen, den Herd des PFC-Eintrags zu ermitteln. Ihr Modell simuliert für die Gesamtregion die Grundwasserströme nach Fließrichtung und Geschwindigkeit. Das Ergebnis steht noch aus. "Grundwasser fließt pro Jahr im Durchschnitt 400 bis 500 Meter", erklärt Olaf Kaspryk, "von daher kann die Ursache schon Jahre zurückliegen." Nachdem jetzt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden ist, laufen auch polizeiliche Ermittlungen.

PFC ist nicht gleich PFC

Perfluorierte Chemikalien (PFC) gelten als langlebige organische Schadstoffe, weil sie in der Natur nicht abgebaut werden. Über die Nahrungskette können die Verbindungen in den menschlichen Organismus gelangen. Sie weisen eine hohe Verweildauer im Blut und in der Muttermilch auf. Es gibt kurz- und langkettige PFC-Verbindungen. Die kurzkettigen lassen sich durch Aktivkohle-Behandlung einfach herausfiltern, die langkettigen über aufwändige Osmose-Verfahren.

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