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Trinkwasser

Rastatter Trinkwasser 

Forschungsprojekt im Rastatter Wasserwerk Niederbühl gestartet

(vom 12.03.2015)

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs (DVGW) hat jetzt ein Forschungsvorhaben im Wasserwerk Niederbühl in Rastatt bewilligt. Dort wird das Technologiezentrum Wasser (TZW) aus Karlsruhe mit den star.Energiewerken – dem kommunalen Stadtwerk – Möglichkeiten erforschen, wie perfluorierte Verbindungen (PFC) möglichst gut und wirtschaftlich aus dem Grundwasser entfernt werden können.

Spuren dieser Stoffe sind in einigen Trinkwasserfassungen für Rastatt gefunden worden, die star.Energiewerke sind für die Trinkwasserversorgung der Stadt verantwortlich. „Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel“, sagt Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der star.Energiewerke, „wir müssen dafür Sorge tragen, dass es auch künftig in guter Qualität zur Verfügung steht. Ich bin dem DVGW deshalb sehr dankbar für die Unterstützung des Vorhabens.“ Der DVGW fördert das Projekt finanziell.

Das TZW ist eine Einrichtung des DVGW, Bonn; die star.Energiewerke sind Mitglied des Vereins. Sie beteiligen sich finanziell, personell sowie durch das Bereitstellen von Infrastruktur an dem Vorhaben. In dem auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekt sollen vor allem Ionentauscher auf ihre Eignung zum Entfernen von perfluorierten Verbindungen getestet werden. Die Untersuchungen zu deren Reinigungsleistung finden unter praxisnahen Bedingungen mit dem belasteten Grundwasser im Wasserwerk Niederbühl statt.

Stoffe einfach austauschen

Bei perfluorierten Verbindungen handelt es sich um eine Gruppe von Stoffen, die sowohl in der Industrie als auch im Haushalt in vielen Produkten zu finden sind. Sie werden zum Beispiel zum Beschichten von Papier, Textilien und Pfannen verwendet und sind in bestimmten Feuerlöschmitteln enthalten. Manche dieser PFC lassen sich schon heute technisch wie wirtschaftlich gut mit Verfahren, die zur Wasseraufbereitung genutzt werden, aus dem Grundwasser entfernen. Aber es gibt auch andere PFC, bei denen diese Verfahren nicht funktionieren; das sind insbesondere die kurzkettigen unter ihnen. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird die Eignung von Ionenaustauschern zur Minimierung von PFC im Trinkwasser getestet. Das sind kugelförmige, synthetisch hergestellte Harze im Millimeterbereich, die geladene Wasserinhaltstoffe – sogenannte Ionen – aus dem Wasser entfernen können und dabei andere Ionen wie Chlorid in das Wasser abgeben, also austauschen. Solche Materialien werden zum Beispiel auch zur Enthärtung von Trinkwasser im Haushalt eingesetzt. Auf dem Markt sei bereits eine Vielzahl an Ionenaustauschern für unterschiedliche Anwendungen. Es gelte nun, zu untersuchen, welche davon für das Entfernen bestimmter PFC geeignet seien.

Pionierarbeit für weiterhin sauberes Trinkwasser

Ziel des Projekts ist es, Möglichkeiten zu entwickeln, den Restgehalt an PFC der gesamten Stoffgruppe im Trinkwasser zuverlässig und möglichst wirtschaftlich zu minimieren. Im Rahmen des Forschungsvorhabens wird nicht nur die Auswahl eines geeigneten Austauschmaterials ermittelt. Auch die Betriebs- sowie Regenerationsbedingungen der beladenen Austauscher werden dabei erforscht. Diese spielen eine wesentliche Rolle für Einsatz und Wirtschaftlichkeit. Der Grund: Die PFC, die durch Ionenaustausch aus dem Wasser entfernt wurden, befinden sich dann im sogenannten Regenerat, das entsprechend entsorgt werden muss.

„In Deutschland sind erstmals im Jahr 2006 durch den PFC-Skandal in Nordrhein-Westfalen PFC-Verunreinigungen im Grundwasser bekanntgeworden“, informiert Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der star.Energiewerke; das Problem verschärfe sich jedoch zusehends, wie er weiter ausführt: „Inzwischen sind bundesweit eine ganze Reihe von Grundwasservorkommen zur Trinkwassergewinnung von diesen Verunreinigungen betroffen.“ Das Forschungsprojekt diene allen Trinkwasserversorgern; wir leisten hier gemeinsam mit dem TZW und der Unterstützung durch den DVGW die Grundlagenarbeit.

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