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100.000 Liter warmes Wasser für Doppeleffekt

(vom 10.03.2016)

Neuer Pufferspeicher der star.Energiewerke in Betrieb: erhöht Effizienz der Blockheizkraftwerke und ermöglicht Teilnahme am Regelstrommarkt.

„Er ist warm und macht jetzt seinen Job“, lautet das Fazit von Bernhard Dreyer zum neuen Pufferspeicher auf dem Gelände der star.Energiewerke. Hinter ihm liegen aufregende Tage: Bernhard Dreyer ist Projektleiter bei den star.Energiewerken; er hatte ein tragende Rolle bei der Integration des 16 Meter hohen Turms in das Nahwärmenetz rund um Alohra und star.Energiewerke. „Das war eine technisch wie organisatorisch komplexe Sache“, sagt er. Fast fünf Tage hat es allein gedauert, bis der Pufferspeicher mit 100.000 Liter vollentsalztem Wasser gefüllt war. So viel passen in den Bauch des Tanks mit seinen 3,3 Metern Durchmesser. Parallel dazu wurden Rohrleitungen geschnitten und die Einbindung des Puffers in das Wärmenetz vorbereitet, das über fünf Blockheizkraftwerke versorgt wird. Drei davon stehen im Familienbad Alohra, zwei auf dem Betriebsgelände der star.Energiewerke. Neben dem Alohra und den Gebäuden des örtlichen Energieversorgers sind weitere 208 Haushalte an diese Wärmeversorgung angeschlossen. Der neue Speicher hat zwei Funktionen: Zum einen ermöglicht er den star.Energiewerken einen effizienteren Betrieb ihrer Blockheizkraftwerke; zum anderen erhöht er die Versorgungssicherheit für alle angeschlossenen Verbraucher. Das Projekt kostete rund 240.000 Euro, bis zu einem Drittel der Investitionskosten fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. „Der Puffer ist ein wesentliches Modul der Energiewende“, erklärt Bernhard Dreyer, „Blockheizkraftwerke erzeugen gleichzeitig hocheffizient Wärme und Strom. Den Strom speisen wir ins Netz ein. Durch den Puffer können wir die Blockheizkraftwerke so steuern, dass wir dann einspeisen, wenn Strom rar ist. Das wirkt sich positiv auf die Erlöse aus.“

Gut geplant ist halb gewonnen

Während der Einbindungsphase hat ein mobiler Kessel die Wärmeerzeugung für das Alohra unterstützt. „Unser Hotmobil ist auf einen Hänger montiert, das ist praktisch“, informiert Bernhard Dreyer. So war gewährleistet, dass sowohl für das Bad als auch für alle angeschlossenen Verbraucher genügend Wärme zur Verfügung stand. Der Pufferspeicher war zunächst noch über Klappen vom Wärmenetz getrennt. Diese wurden nach Umbau der Steuerung und Druckhaltung sowie der Installation des sogenannten Vakuumbrechers – eines Sicherheitsorgans – langsam geöffnet, wie der Projektleiter erklärt: „Über drei Tage wurde das Wasser im Speicher langsam auf Temperatur gebracht, bis es die Vorlauftemperatur von 75 bis 80 Grad Celsius erreicht hatte.“ In dieser Phase – zwischen dem 18. und 28. Februar – sind einige wenige Verbraucher zwischendurch nicht durchgehend mit ausreichend Wärme und Warmwasser versorgt worden. „Das ist nicht schön und wir bedauern die Beeinträchtigungen sehr, aber das kann bei solch komplexen Prozessen trotz größter Sorgfalt einfach passieren“, erläutert Michael Koch, Abteilungsleiter Produktion und Rohrnetze. Die Anlage ist im Probebetrieb inzwischen optimiert worden, die Isolierer sind noch dabei, Restarbeiten abzuschließen. „Alles läuft mittlerweile gut und rund im Netzbetrieb“, sagt Michael Koch. „Jetzt müssen die Besitzer der eingebundenen Häuser nur noch einen hydraulischen Abgleich ihrer Heizanlage machen, dann funktioniert auch in den Gebäuden die Wärmeversorgung optimal.“

Die star.Energiewerke versorgen insgesamt 29.000 Kunden zuverlässig und sicher mit Strom, 8.200 mit Gas und rund 9.100 mit bestem Trinkwasser. Zudem treibt das städtische Versorgungsunternehmen die Energiewende in der Region voran. Die star.Energiewerke produzieren in Rastatt Ökostrom in eigenen Wasserkraftwerken und Fotovoltaik-Anlagen, darunter ist auch ein Bürgersolarpark. Zudem erzeugen sie aus Biogas Naturstrom in Blockheizkraftwerken und betreiben effiziente Nahwärmenetze für rund 274 Wohnungen sowie 53 Gewerbeeinheiten und öffentliche Einrichtungen. Die Wärme dafür stammt aus gasbetriebenen Blockheizkraftwerken und einer Geothermie-Anlage. Über ihr Leitungsnetz sichern die star.Energiewerke die Energie- und Wasserversorgung der rund 47.300 Bürgerinnen und Bürger Rastatts. Die star.Energiewerke setzen sich für eine bleibend hohe Lebensqualität in Rastatt und Umgebung ein: Dazu zählt auch die Unterstützung von Sportvereinen sowie kulturellen und sozialen Projekten.

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